Archiv für August 2011

AKWEnde-Rundbrief Nr.72 vom 31.8.2011

BIBLIS GEHT VOM NETZ – ENDGÜLTIG !!!

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Veranstaltung Atomalarm 2.0


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Biblis geht endgütig vom Netz !

Geschafft !
Das Pannen-AKW geht endgültig vom Netz.
Der jahrzehntelange Kampf der Anti-AKW-Bewegung gegen Biblis A und B
hat sich gelohnt und wird nun belohnt.
Danke an alle Aktivisten/innen die im Lauf der Jahre daran beteiligt waren.
Aber : Noch sind nicht alle AKW`s vom Netz, wir haben noch ein bißchen was zu tun.

Atomfaust

AUS bleibt AUS !

AUS bleibt AUS !

Kein CO2 in die Erde pumpen – CCS-Gesetz stoppen!

AKW Biblis: Abgeschaltet, aber nicht ungefährlich

Kernkraftwerk Biblis: Die Brennstäbe müssen noch viele Jahre gekühlt werden – Eine Endlagerstätte fehlt noch immer

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossene Sache. In gut zehn Jahren sollen die letzten deutschen Atommeiler vom Netz gehen. Bundespräsident Christian Wulff unterzeichnete am 1. August das Gesetz zum Atomausstieg. Die bereits abgeschalteten Kraftwerke, darunter Biblis A und B, sollen nicht mehr angefahren werden.

Jahrelang waren die beiden längst abgeschriebenen Reaktoren in Biblis eine Goldgrube für den Stromkonzern RWE. Sie sollen jeden Tag einen Gewinn von bis zu einer Million Euro eingebracht haben. Vorausgesetzt, sie waren am Netz. Denn Biblis war bekannt für zahlreiche Störfälle.

Die Bibliser Bürgermeisterin Hildegard Cornelius-Gaus (Freie Liste) lobt hingegen das Sicherheitsbewusstsein von Betreiber RWE, der das Kraftwerk immer auf dem neusten technischen Stand gehalten habe. Die deutlich mehr als 800 meldepflichtigen Vorgänge, die es während des Betriebs von 1975 bis Ende 2010 gab, seien alle nur ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung eingestuft worden. Für die Bürgermeisterin gibt es deshalb keinen Grund, das AKW Biblis nicht noch ein paar Jahre am Netz zu lassen. Auch RWE betont die Sicherheit in Biblis.
Doch der Weiterbetrieb ist nach den aktuellen politischen Beschlüssen kein Thema mehr. Nun geht es darum, wie das Kernkraftwerk zurückgebaut wird. Das geht keinesfalls von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess von mehreren Jahrzehnten.

In dieser Zeit wird im Kraftwerk der größte Teil des Personals weiterhin benötigt. Die Angst, mit dem Abschalten der beiden Blöcke würden die Mitarbeiter von heute auf morgen arbeitslos, ist deshalb unbegründet. Im Gegenteil. Es werden sogar zahlreiche Fachfirmen gebraucht, die den Rückbau bewältigen. Das bringt zusätzliche Arbeitsplätze bei diesen Firmen.

Falsch ist auch die Annahme, dass mit dem Abschalten eines Kernkraftwerks jede Gefahr gebannt ist. Die Brennelemente müssen noch einige Jahre gekühlt werden. Fällt die Stromversorgung aus und springt die Notstromversorgung nicht an, können die Brennstäbe auch nach der Abschaltung des Kernkraftwerkes überhitzen, undicht werden und radioaktive Stoffe absondern. In Biblis B wurden, im Vertrauen auf eine längere Laufzeit, gerade erst neue Brennstäbe eingesetzt. Kurz bevor das Aus für die alten Kraftwerke beschlossen wurde.

Das Darmstädter Öko-Institut bemerkte bereits 2010 in einem Hintergrundpapier zu damals diskutierten Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke, ein Reaktorkern erzeuge auch im abgeschalteten Zustand erhebliche Wärmemengen. „Deshalb sind umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, um die Wahrscheinlichkeit von Störfällen, bei denen eine Kernschmelze eintritt und radioaktive Stoffe freigesetzt werden, zu reduzieren.“

Ein größerer Unfall in einem Kernkraftwerk könne laut Öko-Institut in Deutschland nicht nur mehr als 100 000 Todesfälle durch Krebs zur Folge haben, sondern auch einen ökonomischen Schaden von mehreren tausend Milliarden Euro anrichten.

Gefahren sieht das Öko-Institut durch das Alter der Kraftwerke. In Deutschland seien fast alle Atomanlagen älter als 25 Jahre. Die Unterschiede gegenüber Neuanlagen könnten durch Nachrüstungen nicht vollständig ausgeglichen werden. Hinzu komme die Gefahr der Materialermüdung, geringerer Kühlwasserreserven, nicht vollständig getrennter Betriebskreisläufe bei den Sicherheitsanlagen.

Der Absturz eines großen Verkehrsflugzeugs sei nie Grundlage für die Auslegung von Kernkraftwerken in Deutschland gewesen, stellt das Institut fest. Bei einem terroristischen Angriff habe die damit verbundene Freisetzung radioaktiver Stoffe „katastrophale Auswirkungen für die Bevölkerung auch in weiter von der Anlage entfernten Gebieten“.

Ein weiteres Problem ist die noch immer ungeklärte Frage der Endlagerung der abgebrannten Brennstäbe, die derzeit auf dem Gelände des jeweiligen Kernkraftwerks gelagert werden. In Biblis befinden sie sich in sogenannten Castoren verpackt in einer Lagerhalle. Und da werden sie vermutlich auch noch einige Jahre bleiben. Was mit den verstrahlten Teilen innerhalb der beiden Reaktoren in Biblis passiert, ist offen. Sie bleiben wohl erst mal vor Ort. Denn auch für sie gibt es kein Endlager.

Was ein stillgelegtes Kernkraftwerk kostet, zeigt sich am Beispiel des Kernkraftwerks im westfälischen Hamm-Uentrop, das 1988 nach zahlreichen Störfällen stillgelegt wurde. Drei Millionen Euro fallen dort pro Jahr an. Für einen Abriss werden von RWE bis zu 350 Millionen Euro kalkuliert. Der Abbau in Hamm-Uentrop wird etwa zwölf Jahre dauern. Alles in allem kostet der Abbau eines Atomkraftwerks mindestens 500 Millionen Euro. Die Kraftwerksbetreiber haben dafür in den vergangenen Jahren bereits Rücklagen gebildet.

Danach aber, so das Darmstädter Öko-Institut, kann ein Reaktorgelände wieder genutzt werden, vorausgesetzt, es wurde vollständig dekontaminiert.

Quelle / Originallink: http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/biblis/AKW-Biblis-Abgeschaltet-aber-nicht-ungefaehrlich;art1238,2090730

Wir sagen dazu ganz klar:
AUS bleibt AUS !
Kein Stand-by Betrieb in Biblis !
Fahrt Ihr Biblis wieder an, sind wir da !

AKWEnde Rundbrief 71 vom 16.8.11

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Atomausstieg sieht anders aus ! Stilllegung sofort !

Am Samstag, den 13.8.2011 demonstrierten ca. 600 Menschen für die
sofortige Stillegung des AKW Neckarwestheim II.
Dies soll nach den neuen „Ausstiegsgesetz“ bis 2022 laufen und der
Block I ist für den Stand-by-Betrieb im Gespräch.
Die Atomkraftgegner machten ganz klar:
Mit uns nicht !
Atomausstieg sieht anders aus ! Stilllegung sofort !




Hier noch ein paar weitere Links zu Bildern und Presse
http://www.fluegel.tv/beitrag/1648
http://neckarwestheim.antiatom.net/blog/873-bilder-demonstartion-1308-zu-gkn-2.html
http://www.crazysoul.cms4people.de/171.html
http://www.stimme.de/heilbronn/gkn/art30651,2211843
http://bodenfrost.wordpress.com/2011/08/13/galerie-demo-akw-neckarwestheim-ii-13-08-2011/

Erneut Störfälle im AKW Philippsburg II

Im AKW Philippsburg kam es erneut zu meldepflichtigen Störfällen.
Am 8. August mit einer nicht schließenden Klappe im Notkühlsytem, eine Gefahr habe allerdings nicht bestanden, da es insgesamt vier dieser Kühlkreisläufe für den Notfall gebe.
Am 5.8. kam es bei einem Test für den Transport von Brennstäben, ebenfalls zu einem meldepflichtigen Vorfall.
Bei einem Test für den Transport von Brennstäben sei ein Behälter hinuntergestürzt.
Auswirkungen für die Sicherheit der Anlage und eine Gefährdung der Bevölkerung haben diese Vorfälle nicht gehabt, teile das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag mit.

Gorleben 365 am Start

Pressemitteilung, 10.08.2011

Die Kampagne gorleben365 startet mit langem Atem
Auftaktveranstaltung am Erkundungsbergwerk am Sonntag

Ab dem 14. August wird für ein Jahr an möglichst vielen Tagen mit
gewaltfreien Blockadeaktionen der Baustellenverkehr zum Endlagerbergwerk
in Gorleben behindert. gorleben365 ist eine gemeinsame Kampagne der KURVE
Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V. und
der Initiative X-tausendmal quer.

Im Anschluss an das „Fest zum Protest“ in Gedelitz werden die Zufahrten
der Endlagerbaustelle ab 14:00 Uhr mit verschiedenen Aktionen blockiert.
Geplant sind Aktionstrainings, Rechtshilfeworkshops, Vorortbesichtigungen
und Pläneschmieden für nächste Aktionen.

Die Idee
Sie ist einfach wie gut: In allen Teilen des Landes sind Gruppen und
Einzelpersonen angesprochen einen Tag von 365 zu übernehmen. Sie planen
ihre Blockade nach ihren individuellen Vorstellungen. Sie melden sich an,
reisen ins Wendland, werden durch eine wendländische Unterstützungsgruppe
in Empfang genommen und gehen am nächsten Morgen in ihre Aktion vor dem
Erkundungsbergwerk. Die Termine und Namen der Gruppen sind im
Aktionskalender auf der Internetseite einzusehen. Jede Blockade bekommt
ihr eigenes Gesicht und Namen.

Die Pressesprecherin der Kampagne Steffi Barisch erläutert: „Wir stellen
uns die Aktionen bunt und vielfältig vor, die Liegeradfahrer rollen mit
ihrem Zweirad an, Geschichtenleserinnen haben ihre Bücher im Gepäck,
Jongleure spielen sich ihre Bälle zu und die Theaterblockadegruppe bringt
ihr ganz eigenes Stück zur Aufführung“ Sie fügt hinzu: „Wie
unterschiedlich und spektakulär die Leute auch in die Aktion gehen, es
eint sie die Forderung nach einem sofortigen kompletten Ausstieg aus der
Atomenergie und den STOPP der Erkundungen in Gorleben.“

Die Motivation
Gorleben und kein Ende in Sicht. Der Standort ist als Atommülllager
ungeeignet, dennoch sollen weiterhin Castoren nach Gorleben rollen.
Fukushima hat in der Ausstiegsdebatte den Fokus auf das Reaktorrisiko
gerichtet. Das ist gut so, doch was geschieht mit dem Atommüll? Soll der
in einem Salzstock versenkt werden, der nachweislich dafür nicht taugt?
Steffi Barisch kündigt an: „gorleben365 wird zum launischen Störfaktor für
die Betreiber der Gorlebener Anlagen. Die Aktionen prangern die verlogene
Endlagerpolitik und halbherzige Ausstiegspolitik der Bundesregierung an.“

Kontakt:
Steffi Barisch, KURVE Wustrow, Telefon 0151-59 277 481,
presse ät gorleben365.de
Lea Hinze, X-tausendmal quer, Telefon 0163-451 475 9,
kontakt ät gorleben365.de

Mehr Infos zu dieser Kampagne unter
http://www.gorleben365.de/