Archiv für Juni 2011

AK.W.Ende Rundbrief Nr.68 vom 30.6.11

Unter folgendem Link findet Ihr den neuen Rundbrief des AK.W.Ende:
https://docs.google.com/
viewer?a=v&pid=explorer&chrome=true&srcid=0B7135DjO2GTAYjY2NzFmY2QtMWI5Mi00OWZmLTkxZWItYzAyNzA2ODVhYWY2&hl=de

Gorleben-Gegner zum Grünen Beschluss

Presseerklärung der
BI Umweltschutz:“ Schlechtes Omen für Gorleben“

Der Grünen-Beschluss, am kommenden Donnerstag im Bundestag der schwarz-gelben Gesetzesvorlage zu einem langgestreckten Atomausstieg zuzustimmen, ist in den Reihen der Atomkraftgegnerinnen und –gegnern im Wendland mit großer Enttäuschung aufgenommen worden. „Den Grünen sind künftige Koalitions-Optionen offensichtlich wichtiger als der Schulterschluss mit Umweltverbänden und der Anti-AKW-Bewegung“, konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke erinnert daran, dass es für das schwarz-gelbe Mogelpaket eine parlamentarische Mehrheit auch ohne Grünen-Zustimmung gäbe und dass die Grünen sich damit gegen ihre eigene Überzeugung für die Fortsetzung des atomaren Abenteuers stellten. „Jeder Tag mit Atom ist ein Tag zu viel“, mahnt die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek.

Vor allem fürchtet die BI, dass nach einem Schulterschluss mit der Merkel-Regierung auch ein Endlagersuchgesetz in der gleichen Konsens-Logik verabschiedet wird. „Es ist ein schlechtes Omen für Gorleben, denn wer auf grün-schwarze Optionen setzt, wird den geologisch und politisch völlig verbrannten Standort im Pool möglicher Endlager halten wollen“, sagte Ehmke, „die nächste Nagelprobe steht im Herbst an, wenn es um das Atommülldesaster geht.“

Die Lagerung hochradioaktiver Abfälle ist ein weltumspannendes Problem und das Festhalten an Gorleben von der Sache her nicht länger zu verantworten, mahnt die BI. Ehmke:“Wir sind sicher, dass uns die Grünen-Basis in unserer klaren und verantwortungsbewussten Haltung im Herbst nicht hängen lässt.“ Im November wird darüberhinaus der 13. Castor-Transport nach Gorleben erwartet, die Anti-Atom-Bewegung richtet sich auf eine erneute Kraftprobe ein.

Wolfgang Ehmke

http://www.gorleben-castor-2011.de/

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Michael

Atomausstieg – ja bitte

USA : Ein AKW als Wasserburg

WASHINGTON taz | Das Atomkraftwerk Calhoun sei „sicher“, sagt der Sprecher der US-Nuklear-Aufsichtsbehörde NRC, Victor Dricks: „Alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen für die Flut sind getroffen.“

Doch die gegenwärtige Lage des uralten Druckwasserreaktors am Ufer des Missouri im Bundesstaat Nebraska lässt an dieser Auskunft zweifeln. Die Anlage sieht aus wie eine Wasserburg. Seit der Fluss Anfang Juni über seine Ufer trat, ist das Kraftwerk, das normalerweise im Trockenen steht, rundum von Wasser umgeben.
Auch das weiter nördlich am Missouri-Ufer gelegene Atomkraftwerk Cooper ist hochwassergefährdet. Auf Weisung des Betreibers haben die MitarbeiterInnen dort Sandsäcke aufgehäuft, um eine Überschwemmung des Reaktors zu verhindern. Beunruhigend klingen auch die „vorübergehenden Überflugverbote“, welche die US-Luftfahrtbehörde FAA am 6. und 7. Juni in einem zwei Meilen-Radius rund um die beiden Kraftwerke verhängt hat.
Während die grossen US-Medien die kritische Lage in den beiden Atomkraftwerken im Mittleren Westen mit keinem Wort erwähnen, hat die Nuclear Regulatory Commission (NRC) seit Anfang Juni eine Serie von Pannen im Inneren der Anlagen erfasst. Am 7. Juni, als der Wasserpegel des Missouri bereits bedrohlich gestiegen war, brach in einem Schaltraum des Atomkraftwerks Calhoun ein Feuer aus. Während des Brandes wurde die Kühlung des Abklingbeckens für gebrauchte Brennstäbe 90 Minuten lang unterbrochen. Während dieser Zeit versagten laut dem Bericht der NRC zwei Pumpen.
Zwei Tage danach meldete das weiter nördlich am Missouri gelegene Atomkraftwerk Cooper, dass es wegen der Überflutung des Missouri keinen Schlamm mehr in den Fluss leiten könne. Das Schlammbecken auf dem AKW-Gelände sei nunmehr gefüllt. Cooper läuft trotz des Hochwassers weiter mit voller Kapazität. Zu seiner Abdichtung gegen das Flusswasser haben Beschäftigte einen Deich aus Sandsäcken gebaut, 5.000 Tonnen Sand wurden angeliefert.

Am 16. Juni meldete die NRC ein neues ungewöhnliches Ereignis aus dem Kraftwerk Calhoun. Dieses Mal war von einem Loch im Boden die Rede. Es seien „Anstrengungen im Gange, die Penetration zu dichten“, notierte der zuständige Inspektor des NRC.
Im vergangenen Jahr hatte die NRC bei einer Inspektion festgestellt, dass das Atomkraftwerk Calhoun nicht ausreichend gegen Hochwasser gesichert war. Jene Mängel sollen inzwischen behoben worden sein.

Das Wasserniveau des Missouri ist gegenwärtig etwa 50 Zentimeter höher als der Boden des AKW Calhoun. Eine 2,40 Meter hohe Außenhaut aus Gummi soll die Anlage vor Überschwemmungen schützen. Wie das Grundwasser vor möglicher Kontaminierung geschützt wird, ist unklar.Wegen Wartungsarbeiten ist Calhoun seit April abgeschaltet. Doch im Kühlbecken des Kraftwerks liegen Brennstäbe – und zwar deutlich mehr, als je für das Becken vorgesehen waren. Da die USA nie ein Endlager für stark strahlenden Atommüll gebaut haben, muss jedes Atomkraftwerk seine benutzten Brennstäbe selbst lagern. Die Gefahr, dass das Kühlbecken von dem Hochwasser überflutet wird, besteht angeblich nicht. Die Betreiber begründen ihren Optimismus damit, dass der Rand des Beckens auch jetzt noch 34 Meter über dem gegenwärtigen Wasserstand des Missouri liegt.

Der 1973 eröffnete Reaktor in Calhoun ist einer der ältesten der 104 Reaktoren in den USA. Mit seinen 500 MW ist er zugleich der kleinste. Ursprünglich war er für eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt. Inzwischen ist die Laufzeit bis ins Jahr 2033 verlängert worden.

Laufzeitverlängerung auf 60 Jahre

Auch das 1974 in Betrieb gegangene Atomkraftwerk Cooper hat eine Verlängerung auf 60 Jahre bekommen. Seit der Katastrophe im Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania im Jahr 1979 sind in den USA keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut worden und alle Pläne auf Eis gelegt worden. Doch Präsident Barack Obama will den Weg für den Bau neuer AKWs öffnen.

Nur 20 Autominuten südlich von Calhoun liegt die größte Stadt von Nebraska. Die 400.000 EinwohnerInnen von Omaha müssen seit Beginn des Hochwassers immer neue Hiobsbotschaften verdauen. Zunächst waren sie mit den überfluteten gigantischen Maisfeldern zu beiden Seiten des Missouri konfrontiert. Und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen. Unter anderem werden die Ernteausfälle die Preise von Nahrungsmitteln und Treibstoff in die Höhe treiben. Jetzt kommt die Ungewissheit über die AKWs hinzu. Und das beunruhigende Gefühl, dass niemand weiss, wie lange die Deiche gegen die Flut halten werden. Die MeteorologInnen schätzen, dass das Hochwasser des „Big Muddy“, wie der Missouri genannt wird, noch mehrere Monate dauern könnte.

Quelle: taz 22.6.2011

Hochwasser gibts es nur in den USA, und nicht am Rhein , am Neckar und all den anderen Flüssen,
an denen die deutschen AKW`s stehen.

AUS bleibt AUS ! Bilder vom Probesitzen

Kein grüner Segen für diesen Kon(Non)sens

Unter dem Link findet Ihr nochmals den „Offenen Brief“ an die Delegierten des Sonderparteitages der Grünen am 25.6. in Berlin.
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/atomkraft/energiewende_now/offener_brief/
und ebenso eine Unterschriftenaktion des BUND „Nicht mein Konsens“.

Menschenkette AKW Fessenheim


Bitte rechts oben klicken zum vergrößern und downloaden.

AK.W.Ende Rundbrief Nr.67 vom 20.6.11


Bitte rechts oben klicken zum Vergrößern und downloaden

Hier noch zwei Links :
Wo stehen wir ? Hintergrundinfos vom BUND Rheinland-Pfalz
https://docs.google.com/leaf?id=1FdIqwVq5oFqSuzDBm1jv2vfigsGDdcm71RWtNCBuUbE44RWkmUicvbSiMsYv&sort=name&layout=list&num=50
Offener Brief an die GRÜNEN
https://docs.google.com/leaf?id=1uetw4SJRgGJutrYXnzBbq66Wp1J95CH0pn7rrg9VCHO7SzCm1OGVcEX_0Tn8&authkey=COrDtd0F&sort=name&layout=list&num=50

AUS bleibt AUS !

AUS bleibt AUS !

Fukushima schon vergessen ?
AUS bleibt AUS -
Keine Kaltreserve in Biblis B !

Demonstration Sonntag, den 19.6.11
14 Uhr Bahnhof Biblis