Archiv für Januar 2011

SPD macht Biblis zum Thema im hessischen Landtag

Das könnte von uns sein, aber Hauptsache es tut sich was:

Biblis wird Thema im hessischen Landtag

SPD: Abgeordneter Schmitt begründet, warum seine Fraktion die Auflagen für ein Ablenkungsmanöver hält

Die SPD-Landtagsfraktion wird die von der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) angekündigten Auflagen für den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke Biblis zum Gegenstand eines Antrages und einer Debatte im Plenum des Landtags machen. Das kündigte der SPD-Abgeordnete Norbert Schmitt (Heppenheim) an.

In ihrem Antrag bezeichnet die SPD die Auflagen als „völlig unzureichend“ und den Weiterbetrieb der Kraftwerksblöcke A und B in Biblis als unverantwortlich. „Die Atomreaktoren in Biblis müssen vom Netz“, mit diesen Worten weist Schmitt darauf hin, dass nach den Erkenntnissen der SPD ein großes Sicherheitsrisiko von den Atommeilern in Biblis ausgeht.

Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung sich für ein Abschalten der Kernkraftwerke ausspreche, habe die Bundesregierung den Betreibern eine Verlängerung der Laufzeit zugesichert. Regierung und Betreiber brüsteten sich damit, dass ein Weiterbetrieb mit weiteren Sicherheitsauflagen verknüpft sei. „Das Gegenteil ist aber der Fall“, meint der SPD-Abgeordnete.

Schmitt weist darauf hin, dass die hessische Umweltministerin lediglich technische Nachrüstungen einfordere, zu denen die Betreiber vor mehr als 20 Jahren unter dem damaligen Umweltminister Karlheinz Weimar (CDU) verpflichtet wurden. „Lucia Puttrich will denn Eindruck erwecken, dass gehandelt wird, in Wirklichkeit vernebelt die Ministerin aber, dass die Auflagen seit Jahrzehnten von dem Betreiber RWE nicht umgesetzt wurden. Sie will zudem davon ablenken, dass die zentralen Sicherheitsprobleme der Bibliser Atomreaktoren wie der mangelhafte Schutz bei Flugzeugabstürzen oder das Fehlen einer externen Notstandswarte damit gar nicht behoben werden.“ Die SPD stellt in ihrem Antrag deshalb fest, dass eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerksblöcke Biblis A und B unverantwortlich sei.

„Die Laufzeitverlängerung ist mit inakzeptablen Risiken verbunden, vermehrt den Atommüll und behindert den Ausbau erneuerbarer Energien“, heißt es wörtlich in dem Antrag der SPD-Landtagsfraktion.

Quelle: Echo-online

Wie nah ist Biblis ?

Abstandsaktionaktion des AK.W.Ende
Der AK.W.Ende hat mit seiner Abstandsaktion angefangen.
Ziel dieser Aktion ist es der Bevölkerung im Umkreis der
Schrottreaktor Biblis zu zeigen, wie schnell sie im Falle eines Reaktorunfalls, von den Folgen betroffen wäre.
In der nächs­ten Zeit wer­den wir an die­ser Stel­le wei­te­re Orte ver­öf­fent­li­chen, und so eine Karte von Städ­ten und Ge­mein­den er­stel­len,
die von einem Re­ak­tor­un­fall recht schnell be­trof­fen wären, sowie wei­te­re Infos zu Ka­ta­stro­phen­schutz­plä­nen rund um das AKW.
Si­cher­heit gibt es aber nur, wenn das
AKW Bib­lis ab­ge­schal­tet wird, und zwar so­fort !
https://picasaweb.google.com/akwende/Abstand?feat=directlink

Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken!

Nachttanzblockade am Start

Am 15./16. Februar wird ein weitere Castortransport von Karlsruhe aus quer durch das Land rollen.
Nicht mit uns.
Dagegen setzen wir die Nachttanzblockade.

Nähere Infos findet Ihr auf www.nachttanzblockade.de
auf Facebook
und hier, sobald sie bekannt sind.

Atomfaust zur vielseitigen Verwendung

Unter diesem Link findet Ihr die Atomfaust zur vielseitigen Verwendung.

AK.W.Ende Rundbrief Nr.53 vom 24.1.2011

Die Bahn und der Atomstrom

Deutsche Bahn: Fahren mit Atomstrom
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Die Deutsche Bahn fährt zu 25 Prozent mit Atomstrom. Dieser Strom kommt aus Neckarwestheim, vor allem aus Block 1, einem der ältesten und gefährlichsten Meiler in Deutschland. Er hätte laut Atomkonsens abgeschaltet werden sollen, darf nun aber acht Jahre länger laufen.

Schon bei Baubeginn des AKW Neckarwestheim Anfang der 1970er Jahre stand fest, dass von dort der Strom für die Bahn kommen sollte. Das Staatsunternehmen Deutsche Bahn gehört auch – mit einem kleinen Anteil – zu den Gesellschaftern des Kraftwerksbetreibers.

Ein Unding, meint Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. -Die Bahn inszeniert sich gerne als umweltfreundliches Unternehmen, doch in Wahrheit ist sie eine Atombahn. Bahnchef Grube muss sofort aus Neckarwestheim aussteigen und darf keinen Atomstrom mehr beziehen. Das ist er den Bahnkunden, die ja umweltfreundlich reisen wollen, schuldig.-

Atomstrom in Staatsbesitz

Eigentümer des AKW Neckarwestheim ist der Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW). Betrieben wird es von dessen Tochtergesellschaft, der EnBW Kernkraft GmbH.

Bis Ende 1999 war das Land Baden-Württemberg mit rund 25 Prozent an EnBW beteiligt. Diesen Anteil verkaufte es im Januar 2000 an den französischen Stromkonzern Electricité de France (EDF), der mit der Zeit weiter aufstockte. Im Dezember 2010 hielt er einen Anteil von rund 45 Prozent. Als EDF seine Pläne, eine Mehrheit bei EnBW zu erlangen, nicht verwirklichen konnte, bot es seinen Anteil zum Verkauf an. Die Landesregierung griff zu.

EnBW – und damit auch das AKW Neckarwestheim – gehört nun zu 45,01 Prozent dem Land Baden-Württemberg und zu weiteren 45,01 Prozent dem zweiten Großaktionär: den kommunalen Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW).

Restrisiko als betriebswirtschaftliche Optimierung

Bereits im Dezember 2006 beantragte EnBW beim Bundesumweltministerium, Reststrommengen vom jüngeren Block 2 auf Block 1 zu übertragen. Damit wäre die Laufzeit des älteren Meilers bis 2017 verlängert worden. Der damalige EnBW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Utz Claassen sprach von einem -kraftvollen Antrag mit echter Substanz-, der -vollumfänglich der Logik und dem Geist des [Atom-]Gesetzes- folge.

Tatsächlich war ein solches Vorgehen im Atomkonsens aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen. Strommengenübertragungen waren möglich, sollten aber nur von älteren auf jüngere AKW durchgeführt werden. Ausnahmen galten, wenn das Bundesumweltministerium (BMU) einer Übertragung im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundeswirtschaftsministerium zustimmte. Da Block 1 bauartbedingt große Sicherheitsdefizite aufweist, lehnte das BMU den Antrag ab – ebenso wie die gleichgelagerten Anträge der Energiekonzerne RWE und Vattenfall.

Doch EnBW verstand es, den Alt-Meiler über die Bundestagswahlen 2009 und den sich abzeichnenden Regierungswechsel zu retten: mit längeren Wartungs- und Nachrüstungsphasen sowie reduziertem Leistungsbetrieb, um die Restlaufzeit zu strecken. Mit dieser -betriebswirtschaftlichen Optimierung- kam Block 1 über die Runden, bis die schwarz-gelbe Regierung den Atomkonsens aufgekündigt und die Laufzeiten verlängert hatte. Neckarwestheim 1 darf jetzt bis 2020 am Netz bleiben.

Was muss passieren?

Greenpeace fordert die Deutsche Bahn auf, kurzfristig aus dem AKW Neckarwestheim ausszusteigen und dafür zu sorgen, dass der gefährliche Meiler endlich stillgelegt wird. Bis spätestens 2030 sollte der Bahnstrom auf Erneuerbare Energien umgestellt sein.

Sie sind Bahnkunde und möchten es auch bleiben – aber ohne Atomstrom? Greenpeace hat eine Mitmachaktion gestartet. Beteiligen Sie sich an unserer Online-Petition an Bahn-Chef Rüdiger Grube.

Quelle / Originallink: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/deutsche_bahn_fahren_mit_atomstrom/

Links zu den Anhängen im Rundbriefs 52

Erklärung des Netzwerkes Montagsspaziergänge
Tschernobyl-Kongress des IPPNW
Castor Karlsruhe
Diesen Aufruf findet Ihr übrigens schon hier auf der Seite unter Castor Karlsruhe – Lubmin

AK.W.Ende-Rundbrief Nr. 52 17.11.2010


Wie immer rechts oben klicken, und Ihr habt die Orginalgröße

Neckarwestheim läuft weiter

Neckarwestheim: Meiler GKN I startet in Verlängerung
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Ohne die Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke durch die schwarz-gelbe Bundesregierung wäre der Meiler Neckarwestheim I seit dieser Woche vom Netz.

Der Karlsruher Stromkonzern EnBW bestätigte gestern LKZ-Informationen, wonach die alte Reststrommenge für GKN I am vergangenen Dienstag „verbraucht“ war.
Damit ist Neckarwestheim I als erstes deutsches Atomkraftwerk nur noch dank des umstrittenen neuen Atomgesetzes in Betrieb – gerade einmal elf Tage nach dessen Inkrafttreten.

Um seine Laufzeit bis dahin zu strecken, hatte EnBW die Stromproduktion des zweitältesten deutschen Reaktors schon seit 2007 sukzessive gedrosselt. Ursprünglich hätte der Meiler nämlich schon deutlich vor der Bundestagswahl 2009 endgültig abgeschaltet werden sollen.

Waren von GKN I bis einschließlich 2006 jährlich regelmäßig über sechs Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt worden, so produzierte der Meiler vergangenes Jahr bis zu einer Revision und Neubeladung mit Brennstäben im November 2010 laut dem Bundesamt für Strahlenschutz lediglich 1,75 Milliarden Kilowattstunden. Nach dem rot-grünen Ausstiegsgesetz hätte GKN I dann nur noch eine Kapazität von 344 Millionen Kilowattstunden zur Verfügung gehabt.
Mit dem neuen Atomgesetz hat die Bundesregierung dem 1976 ans Netz gegangenen GKN I aber einen Nachschlag von weiteren 51 Milliarden Kilowattstunden zugestanden. Dies soll einer Restlaufzeit von acht Jahren – also bis Ende 2018 – entsprechen.

Ob der Meiler tatsächlich so lange weiterlaufen soll oder ein Teil seiner Reststrommenge auf den jüngeren Reaktor GKN II übertragen wird, ist laut EnBW noch offen. Konzernchef Hans-Peter Villis hatte schon im Herbst 2010 angekündigt, anhand betriebswirtschaftlicher Kriterien über die Zukunft von GKN I entscheiden zu wollen.

Quelle / Originallink: http://www.lkz.de/home/lokales/stadt-kreis_artikel,-Meiler-GKN-I-startet-in-Verlaengerung-_arid,35931.html

Grüne Bundestagstagsfraktion zum Ausbau der Stromnetze

Die Bundesfraktion der GRÜNEN hat einen Beschluß zum Ausbau der Stromnetze gefasst.